Alarmstufe Rot: Der Wohnungsmarkt in Innsbruck


Innsbrucks Wohnungen werden immer knapper

Immer mehr Tiroler Bürger klagen darüber sich Mietpreise nicht mehr leisten zu können. Massenbesichtungen sind in Innsbruck keine Seltenheit mehr, so kann es vorkommen, dass Wohnungssuchende gemeinsam mit über 30 Konkurrenten eine Wohnung bzw. ein Zimmer besichtigen. Die Chance den „Zuschlag“ für die lang ersehnte Unterkunft zu erhalten ist demnach sehr gering. Oftmals müssen zahlreiche Wohnungen besichtigt werden und es kommt auch vor, dass Suchende Abstriche in Lage und Wohlfühlfaktor machen müssen, um wenigstens ein Dach über dem Kopf zu haben.

Die Mietpreise steigen…

Viele Studenten und Arbeiter aus dem In- und Ausland versuchen in Innsbruck eine leistbare Wohnung zu finden, die Nachfrage steigt, das Angebot scheint jedoch zu gering um jedem Suchenden beherbergen zu können. Dieser Effekt sorgt dafür, dass nun auch noch die Mietpreise explodieren und so ist es keine Seltenheit mehr für eine Garconnaire über 750 € im Monat zu bezahlen. Die Durchschnittsarbeiterin verdient in Tirol laut einem aktuellen Einkommenscheck ca. 1.677 € brutto einschließlich Sonderzahlungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld im Monat. Wenn man die Miete von 750 € der Garconnaire beispielsweise abzieht, bleibt wenig zum Leben übrig. Vor Allem fallen in den meisten Fällen zusätzlich Gebühren für Strom, Wasser und evtl. Internetgebühren ins Gewicht.

Diese Notlage machen sich viele Vermieter zur Chance die Mietpreise zu erhöhen. Hinzu kommt, dass Wohnungen in Innsbruck nicht immer ordnungsgemäß durch den Vermieter instand gehalten werden, die Investitionskosten werden sich gespart, da Nachfrage genug vorhanden sei. Dieses Vorgehen ist oftmals nicht ganz legal, so sollten Mieter, welche glauben zu viel zu zahlen, Schlichtungsstellen wie zum Beispiel den Mieterschutz aufsuchen. Dort kann geprüft werden, ob u.a. Mietzins, Mietzinserhöhungen und Betriebskosten im gesetzlich erlaubten Preisrahmen liegen.


Bald ein Ende der Mietpreiserhöhungen in Sicht?

Ein Blick auf den Verbraucherpreisindex der Jahre 1976 bis 2007 lässt für die Zukunft vermuten, dass sich die Mietpreise bis 2030 scheinbar verdoppeln werden. Kostet also heute eine Garconnaire in Innsbruck ca. 750 € im Monat, so werden es bis 2030 ca. 1500 € monatlich sein. Durchschnittlich sollen die Mieten in den nächsten 20 Jahren 1100 – 2400 € im Monat kosten, das könnte Innsbruck zu einer Luxusstadt machen. Vergleicht man Wien mit Innsbruck, so zahlt man im Osten im Durchschnitt ca. 200 € weniger an Miete pro Monat, wenn man die Luxusviertel nicht mit einberechnet.

Ob die Löhne im gleichen Ausmaß wie die Mieten steigen ist fraglich. Schon jetzt ist eines sicher, in der Öffentlichkeit wird dieses Thema immer wichtiger bzw. omnipräsenter und sicherlich in naher Zukunft heiß diskutiert werden.


Ähnliche Tendenzen für Eigentumswohnungspreise

Die Preise für Eigentumswohnungen steigen auch von Jahr zu Jahr: Hat man im Jahr 2011 noch für eine Neubauwohnung 3.318 € pro Quadratmeter bezahlt, so waren es im Folgejahr bereits 3.517 €. Laut einer aktuellen Studie zahlt man momentan für eine Erstbezugwohnung im Schnitt 3.911,33 € pro Quadratmeter, was eine prozentuale Wertsteigerung von 11,21 % zum Jahr 2012 ausmacht.

Auch bei älteren Eigentumswohnungen boomt gerade das Geschäft. Lag der Quadratmeterpreis vor drei Jahren noch bei ca. 2.370 €, so stieg er im Folgejahr um 333 € an. Laut Statistik Austria liegt der momentane Durchschnittsquadratmeterpreis bereits bei ca. 2.841,48 €. Das macht zum Jahr 2012 eine Preissteigerung von 5,12 % aus.

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