Die Chancen auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Innsbruck stehen gut


Mit der Wiederwahl des Präsidenten des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC), Karl Stoss, stehen die Anzeichen für eine Innsbrucker Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2026 gut.

2010 Olympic Winter Games Opening Ceremony - Czech Republic entering
By s.yume [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

 

So steht die Evaluierung einer Machbarkeitsstudie für die potentielle Innsbrucker Bewerbung ganz oben auf der Aufgabenliste von Stoss, der nun seine dritte Amtszeit als Komitee-Präsident beginnt. Es soll schon Ende dieses Sommers Klarheit über die Innsbrucker Kandidatur geschaffen werden.

Die Anzeichen stehen schon einmal gut; Innsbruck verfügt über eine lange Tradition als Veranstaltungsort für eine Vielfalt an Wintersportevents, wie, zum Beispiel, die Vierschanzentournee und den Biathlon Weltcup, sowie eine ganze Menge an kulturelle und Entertainment-Veranstaltungen, wie, zum Beispiel, mit dem eigens erfundenen Après-Poker, welches in der Wintersaison das Skifahren mit einem Poker-Tournier verbindet.

Hier zeigt das Verständnis, das Interesse der Skitouristen, deutlich durch die immer weiter wachsende Beliebtheit von Online Casino Spielen, in die Wintersporterfahrung zu integrieren, eine veranstaltungstechnische und finanzielle Kreativität, die auch für die Ausrichtung der Olympischen Spiele ausschlaggebend sein wird.

 

Die Voraussetzungen als Veranstaltungsort sind durchaus gegeben und die Machbarkeitsstudie wird auch aufzeigen wie viel für die Spiele in etwa ausgegeben und gebaut werden müsste, und welche Events eventuell sinnvoll in bestehende Wintersport-Arenen im Umland verlegt werden könnten. Denn, bedenkt man den Rückzug der Kandidatur von Hamburg, Rom, Budapest und Boston für die Olympischen Sommerspiele 2024, ist eine deutliche Kostenbegrenzung und -vertretbarkeit wichtiger denn je für die Bewerber-Kommunen. Sollte sich jetzt auch noch Paris mit einem Volksentscheid von den Spielen 2024 distanzieren, dann bleibt nur noch Los Angeles im Rennen. Derartige Situation gilt es für das IOC zukünftig zu vermeiden.

 

Es scheinen also schwere Zeiten für das IOC anzubrechen. Nach einer ganzen Reihe aus fragwürdigen Austragungsorten für die Sommer- sowie Winterspiele, man denke zum Beispiel nur an Rio und Sochi, sowie bei der Auswahl für die kommenden Winterspiele, Pyeongchang und Peking, könnte eine klassische Wintersportstadt in Europa durchaus die Nase vorn haben.


 

Vor allem da für die Winterspiele nur ein paar Nationen, vielleicht circa 25, weltweit die Klima- sowie Infrastrukturvoraussetzungen erfüllen, könnte es durchaus zu einem Mangel an interessierten und seriösen Austragungsstätten kommen. Dieser Gedanke ist wohl auch bei dem IOC angekommen, so hat eine strategische Arbeitsgruppe im Sommer 2016 ein Olympic Winter Games Strategic Review vorgelegt. Die deutliche Ansage; weniger Neubauten, existierende Sportstätten besser einbinden und falls nötig temporäre Veranstaltungsorte nutzen – gegeben falls auch Örtlichkeiten in anderen Ländern außerhalb des Gastgeberlandes nutzen. Kurzum, es geht darum wie man die Kosten der Winterspiele deutlich reduzieren kann. Interessant ist auch, dass der gerade wiedergewählte ÖOC-Präsident Karl Stoss auch der Arbeitsgruppe angehörte die dem IOC dieses Strategic Review vorlegelegt hat.

 

Obwohl der ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel Anfang des Jahres auf eine Anfrage über die Innsbrucker Kandidatur noch „Lassen Sie uns nicht über ungelegte Eier diskutieren“ sagte, kam es im März schon zu einer etwas konkreteren Aussage, „Prinzipiell gilt: der Zeitpunkt für eine Bewerbung war schon lange nicht mehr so günstig wie 2026“.

 

Abgesehen von dem Ausgang der Machbarkeitsuntersuchung hängt eine erfolgreiche Innsbrucker Kandidatur wohl nur noch von dem Interesse und der Unterstützung der Bevölkerung, sowie der Schlagkraft der Mitbewerber ab. Noch ist es zu früh um mit Sicherheit sagen zu können welche Städte sich möglicherweise neben Innsbruck bewerben werden. So steht Stockholm, zum Beispiel, ein ähnlicher Prozess bevor; im Januar wurde eine Untersuchung zu den Voraussetzungen einer Spieleausrichtung ins Leben gerufen, aufgrund dessen im Herbst eine Entscheidung gefällt werden soll.

 


Letztendes wird über den Austragungsort 2026 erst im Sommer 2019 vom IOC entschieden. Doch, da die olympischen Fernsehrechte in Europa sowie alle Sponsorenverträge 2024 ablaufen, wird die Entscheidung über den nächsten Austragungsort auch eine über die Zukunft der Olympischen Winterspiele. Und da könnte ein Wintersport Klassiker in Innsbruck und Tirol gerade recht kommen.

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