Niedrigzins: Was passiert mit den Geldanlagen?


Der Niedrigzins zeichnet ein verheerendes Bild für alle, die ihr Vermögen gern gewinnbringend anlegen möchten. Im Schnitt erhält man für die klassischen Bankprodukte Tagesgeld und Festgeld nur noch maximal 2,5 Prozent Zinsen. Kaum lohnenswert, wenn es tatsächlich darum geht, das Geld zu vermehren. Aber wie sieht die Lage in Österreich im Vergleich zum Ausland aus?

Keine 180-Grad-Wende zu erwarten

Wer sich den Geldanlagemarkt in Österreich ansieht, stellt mit Bedauern fest, dass kaum noch Zinsen für das angelegte Geld ausgeschüttet werden. Einzig spekulative und somit risikoreichere Geldanlagen wie Aktien, Fonds und Unternehmens- oder Staatsanleihen sind noch mit guten Gewinnen bestückt. Genauso gut kann das Geld aber auch in Teilen oder komplett verloren gehen. Wer eine sichere Geldanlage sucht, muss sich mit den Niedrigzinsen also zufrieden geben, es gibt kaum Alternativen.

Geldanlage Internet
Bild 1: ©istock.com/Photobuay

Grund dafür ist die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Sie bestimmt auf Basis von Angebot und Nachfrage den Leitzins, der wiederum eine Orientierungslinie für sämtliche Banken in Europa darstellt. Aktuell ist der Leitzins besonders niedrig, was für Kreditnehmer sehr positiv ist, weil sie besonders günstige Kredite erhalten.

Für Sparer jedoch gibt es kaum noch Optionen, eine gute Rendite aus ihren Sparanlagen rauszuholen, ohne dabei zu „pokern“. Ob das Geld auf dem Girokonto bleibt oder nicht, macht aktuell kaum einen Unterschied. Und leider sind Einschätzungen zu einer 180-Grad-Wende derzeit noch sehr spekulativ zu betrachten. Konkrete Anzeichen gibt es bisher nicht.


Diese Geldanlangen lohnen sich noch

Wer dennoch das Maximum aus seiner Geldanlage herausholen möchte, sollte Vergleiche im Internet durchführen. Hier lassen sich zunächst die in Österreich aktuell besten Geldanlagen für beispielsweise Festgeld und Tagesgeld finden. Aber auch ausländische Anbieter sind meist sehr weit oben dabei, darunter zum Beispiel Moneyou aus den Niederlanden. Hier können Tagesgeld, Festgeld bzw. Termingeld oder das klassische Sparbuch mit besseren Zinskonditionen eröffnet werden. Es ändert nichts daran, dass die Zinsen noch immer niedrig sind, aber zumindest liegen sie im oberen Durchschnitt für die jeweils gewählte Geldanlage.

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Bild 2: ©istock.com/suwichaw


Die landeseigene Hausbank kann bei diesem Angebot längst nicht mehr mithalten. Schuld daran ist auch die neueste Entwicklung auf dem Geldmarkt, dass Banken zum Teil Strafzinsen an die EZB zahlen müssen, wenn sie über Nacht überschüssiges Geld einlagern.

Zum Teil werden die Strafzinsen sogar an den Kunden weitergegeben. Sie sind quasi um jede wegbleibende Geldanlage froh, dementsprechend aggressiv scheint die Zinspolitik der Zentralbank also zu sein. Wer einen hohen Zins herausholen möchte, muss weiträumig suchen. Oder aber man versucht doch noch zusätzliches Geld bei einer Casino-Tour zu gewinnen.

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