Minikredit – für wen und wann eignet er sich?

Der Minikredit ist ein gängiges Thema auf dem Finanzmarkt. Öffentlich ist der Minikredit durchaus präsent, allerdings dem Großteil der Bevölkerung unbekannt. Der Minikredit wird kaum von Hausbanken und Sparkassen angeboten.

Wo ist der Minikredit erhältlich? Für wen ist er geeignet? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen? Detailliertere Minikredit Infos gibt es in diesem Ratgeber.

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Mikro-, Mini- und Maxikredit – worin unterscheiden sie sich?

Mikro ist kleiner als Mini, was wieder kleiner als Maxi ist. Mikrokredite sind auf dem Kreditmarkt bis zu einer Höhe von gut 200,00 Euro erhältlich. Die Voraussetzungen zum Erhalt eines Mikrokredits sind gering, die Laufzeit mit maximal 30 Tagen kurz. Der Kredit eignet sich zum Ausgleich einer unerwarteten Rechnung. Beispielsweise zum Begleichen eines Bußgeldbescheids wegen einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung.

Der Minikredit hingegen wird bis zu einem Kreditvolumen von 1.500,00 Euro je nach Anbieter bewilligt. Die Laufzeit erstreckt sich bei Bedarf auf bis zu sechs Monaten. Das Geld reicht, um die Kaution für eine Wohnung zu bezahlen oder die Reparaturkosten des Fahrzeugs zu begleichen.

Der Maxikredit ist auf maximal 3.000,00 Euro begrenzt. Die Laufzeit beginnt in der Regel ab sechs Monatsraten. Die Voraussetzungen sind weitaus höher als bei einem Minikredit. Ein gültiger Arbeitsvertrag und ein guter Schufa-Score bilden die Basis für einen Maxikredit.

Was ist der Unterschied zwischen Dispo und Minikredit?

Der Dispo, was für Dispositionskredit steht, ist bei der Hausbank erhältlich. Die Grundvoraussetzung für den Erhalt eines Dispos ist das Führen eines Girokontos. Gemessen an der Bonität und den monatlichen Einkünften erhalten Kontoinhaber ein Überziehungslimit. Für die Nutzung des Dispos fallen hohe Zinsen an.

Erfahrene Finanzberater raten Kunden sehr häufig zu einem Minikredit statt einen Dispositionskredit zu beantragen. Der Dispo ist nur bei der Hausbank verfügbar, damit entfällt die Möglichkeit, ein günstiges Angebot einer anderen Bank anzunehmen. Die Banken vergeben nur äußerst selten einen sofortigen Dispo mit der Kontoeröffnung. 

Der Minikredit hingegen ist sehr zinsgünstig, beinhaltet nur geringe Nebenkosten und ist nicht von der Hausbank abhängig. Die Vorteile des Minikredits gegenüber einem Dispo sind für jeden verständlich. 

Wo gibt es den Minikredit?

Minikredite in einer Bank- oder Sparkassenfiliale zu finden, ist sehr schwierig und oft an hohe Hürden geknüpft. Ist das gerecht? Der Minikredit bietet dem Kreditnehmer ein sehr überschaubares Kreditlimit. Beispielsweise 500,00 Euro mit Sofortauszahlung. Niemand darf für ein geringes Erwerbseinkommen im Rahmen der Kreditvergabe bestraft werden. Löhne und Gehälter sind von vielen Faktoren abhängig. Zeitgleich sind Konsumenten vor dem Risiko der Verschuldung so gut es geht zu schützen.

Minikreditanbieter sind sich der Verantwortung bewusst und bündeln die Faktoren. Sie ermöglichen Kreditnehmern mit geringem Erwerbseinkommen einen Minikredit, der das Risiko einer Verschuldung auf ein äußerstes Minimum reduziert. Letztlich ist das Risiko am Ende nur vom Verhalten des Kreditnehmers abhängig. 

Um die Minikredite günstig anbieten zu können, sind die Anbieter auf eine effiziente Struktur angewiesen. Unnötige Kosten vermeiden, dafür Kunden kostengünstig bedienen. Somit ist es kein Wunder, dass der Minikredit online erhältlich ist. Keine festen Öffnungszeiten, viele Automatismen, digitale Prüfungen und Vertragsabwicklungen und ein verfügbarer Ansprechpartner. Vorteile, die Finanzkunden sehr schätzen.

Für wen ist der Minikredit geeignet?

Personen, die dringend eine Rechnung begleichen oder eine Anschaffung tätigen müssen und für eine kurze Laufzeit Geld benötigen, sollten mit gutem Gewissen einen Minikredit beantragen. Es reicht oft ein Erwerbseinkommen im dreistelligen Bereich aus und der Schufa-Score beeinflusst die Kreditentscheidung in der Regel nicht. 

Der Kredit ist also für Personen mit einem geringen Erwerbseinkommen und mittelmäßiger Bonität geeignet.

Was ist ein Minikredit mit Sofortauszahlung?

Die reguläre Auszahlung des Minikredits beträgt 7 bis 14 Tage. Für die Option fallen keine Zusatzkosten an. Nachteil: Da die eigene Hausbank sehr wahrscheinlich an den Wochenenden inaktiv ist, dauert der Kredittransfer inklusive Antrag und Bewilligung, abhängig vom Anbieter, bis zu drei Wochen. 

Der 500 Euro Kredit mit Sofortauszahlung hingegen ist die schnellste Möglichkeit, einen Minikredit sofort zu erhalten. Abhängig vom Antragsweg und der Antragsabwicklung wird der Kredit nach der Bewilligung sofort auf das Bankkonto des Kreditnehmers überwiesen. Vorteil: Kunden müssen nicht Wochen auf ihren Minikredit warten.

Welche Konditionen beinhaltet der Minikredit?

Der aktuelle Zins für den Minikredit ist dem Tageswert des Anbieters zu entnehmen. Bei einer Laufzeit von bis zu 30 Tagen fallen in der Regel nur Zinsen an, die das Volumen zur Tilgung marginal erhöhen. Zusatzkosten werden für längere Laufzeiten fällig. Ebenso können Gebühren für die Option „Sofortauszahlung“ anfallen.

Neukunden erhalten mit dem Erstantrag eine limitierte Kreditsumme gewährt. Das Höchstvolumen erfahren Kunden direkt vom Anbieter. Nachfolgeanträge erlauben ein höheres Kreditvolumen, sofern alle vorangegangenen Kredite pünktlich getilgt wurden. Außerdem, wenn fortwährend ein angemessenes Erwerbseinkommen besteht und die Bonität sich insgesamt nicht verschlechtert. 

Minikredit als solide Finanzoption

Statt die Rechnung nicht zu bezahlen und mit Mahngebühren belastet zu werden, hilft der günstige Minikredit in verschiedenen Lebenslagen finanzielle Engpässe zu überbrücken. Die geringen Zugangsvoraussetzungen machen den Minikredit zu einem attraktiven Volkskredit.