Wie umgehen, mit neuen Windows Versionen

Auch wenn die Frist für das Ende des Windows 7 Supports jetzt bald ausläuft, scheinen viele Benutzer des veralteten Betriebssystems keine Eile zu haben, auf Windows 10 aufzurüsten. Windows 7-Benutzer, die die Supportfrist des Betriebssystems Mitte Januar verpasst haben, hatten es auch im vergangenen Monat nicht eilig, das alte Betriebssystem zu entsorgen. Nach den am Sonntag veröffentlichten Daten von Net Applications rüstet im Februar nur 0.04 Prozent der User ihr Betriebssystem auf.

Immer noch laufen 28,6% der Personalcomputer mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 7. Es gibt viele Startups, die sich darauf fokussieren, solche Umstiege bei Firmen zu organisieren. Ob das ein größeres Unternehmen wird, welches an die Börse gehen wird, sei dahingestellt. Österreichische Startup Aktien gibt es dennoch einige.

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Benutzer von Windows 7, die nicht auf ein neueres Betriebssystem umgestiegen sind, haben vielleicht beschlossen, dass sie sich nach der verstrichenen Frist ohne sichtbaren Schaden entspannen und das Betriebssystem weiter betreiben können. Oder vielleicht hatte der Ansturm in letzter Minute im Januar die Ressourcen der IT-Abteilung erschöpft, und die Administratoren machten einfach eine Pause, um sich neu zu gruppieren, bevor sie weitere Rechner in Angriff nahmen.

Eine weitere Möglichkeit: Die Extended Security Updates (ESP), die Microsoft verkauft hat – und weiterhin verkauft – haben zumindest einen Teil der unmittelbaren Begeisterung für die Abschaffung von Windows 7 gedämpft. Vor sechs Jahren, als Windows XP im April 2014 aus dem Support ausstieg, verzeichnete Net Applications eine ähnliche Verlangsamung des Rückgangs von XP. Damals sank der Anteil von XP jedoch noch einen Monat lang (Mai 2014), bevor er im darauf folgenden Monat (Juni) völlig zum Erliegen kam.

Zumindest die „When-Windows-7-falls-Windows-10-climbs“-Regel blieb im vergangenen Monat intakt: Der Anteil von Windows 10 stieg auf 57,4% aller Personal Computer und auf 65,1% aller Computer, auf denen Windows läuft.

Die auf den neuesten Daten basierende Prognose – die durchschnittliche Veränderung in den letzten 12 Monaten – sagt nun voraus, dass Windows 10 bis September 75 % aller Windows-Systeme und bis Ende 2020 fast 80 % aller Windows-Systeme erreichen wird. Diese Benutzer müssen von irgendwoher kommen: Windows 7 dürfte bis September auf 19,7% und bis zum 31. Dezember auf nur noch 16% schrumpfen.

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Laut der Prognose von Computerworld dürfte Windows 10 bis Ende 2021 etwas mehr als 97% aller Windows-Systeme ausmachen.

Inzwischen hat macOS drei Zehntel Prozentpunkte verloren und liegt Ende Februar bei 9,4%. Apples Betriebssystem ist im letzten Monat ebenfalls eingebrochen, obwohl dies auf das Design von Net Applications zurückzuführen ist. Der Anbieter von Verbraucherdaten hatte iPads mit iPadOS 13 als Macs gezählt und damit den Anteil von macOS überschätzt. Eine große Korrektur im Januar, die bis September 2019 zurückging, brachte die Dinge wieder ins Lot. Auf der positiven Seite blieb macOS in Sichtweite des 10%-Meilensteins, den es im vergangenen Herbst fälschlicherweise erreicht hatte.

Net Applications berechnet den Anteil des Betriebssystems, indem es die Erkennung der Browser registriert, die zum Aufrufen einer Webseite der Kunden von Net Applications verwendet werden. Die Firma berechnet die Besucher-Sitzungen, um die Betriebssystemaktivität zu messen.