Ist Wohnen in Innsbruck noch leistbar?


Wohnen in Tirol soll in Zukunft bezahlbar bleiben. Denn Experten sind sich einig: Nur wenn mehrere Maßnahme auf allen Ebenen erfolgreich gemeistert werden, können die Kosten fürs Wohnen in Grenzen gehalten werden. Die Politik muss sich den Problemen der immer steigenden Wohnkosten annähern.

Bezahlbares Wohnen in Tirol weiterhin möglich?

Die Preise für Grundstücke, Immobilien und Mieten steigen stetig an. Tirol ist dabei natürlich keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil: Vor allem in Tirol und Umgebung steigen die Preise merklich. Nicht ohne Grund sind es die Mietpreise, die in Tirol ein aktuelles Kernthema darstellen. Viele Bürger fragen sich, ob es überhaupt noch möglich sein wird, die Mietpreise in naher Zukunft bezahlen zu können. Schon jetzt müssen viele Einwohner darüber nachdenken, Mietwohnungen- und häuser zu kündigen und sich nach günstigeren Alternativen umzuschauen. Doch diese Veränderung möchten weder die Bürger noch die Stadt selbst. Daher ist es nun die Angelegenheit der Politik, dieses offengelegte Problem anzugehen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Nur durch konkrete Maßnahmen kann das Wohnen in Tirol nach wie vor bezahlbar gehalten werden.

Johannes Tratter, Landesrat, präsentiere aufgrund dieser aktuellen Entwicklung bei dem Wohnbaugipfel in Tirol konkrete Pläne vor. Durch die höheren Anforderungen im Bau werde eine deutlich bessere Eigenheimförderung notwendig sein. Auch die Energieeffizienz spielt dabei eine wichtige Rolle: Sie würde dem Wohnbedarf auf dem Land entgegenkommen.

Momentan leben über 720.000 Menschen in Tirol. Doch bis zu dem Jahr 2030 wird sich diese Zahl laut der Statistik Austria auf 750.000 erhöhen. Alexander Hanika sagte bereits, dass die Entwicklung der Einwohnerzahl je nach Region unterschiedlich ausfalle. So steigen unter anderem die Einwohnerzahlen in den Regionen um Innsbruck, Imst und Kufstein, während sie in Kitzbühel oder auch in Reutte stagnieren. In Landeck und Lienz ist sogar eine Verminderung der Einwohnerzahl zu verzeichnen. Johannes Tratter erklärt weiter, dass diese Verminderung vor allem aus immer steigenden Wohnkosten hervorgerufen werden. Leistbares Wohnen sei daher eine politische Angelegenheit, um die Einwohner vor einem Zwangsauszug zu bewahren.


Die Wohnkosten anpassen

Die Wohnkosten lassen sich jedoch nur senken, indem politische Maßnahmen ergriffen werden. Tratter betont dabei, dass vor allem einkommensschwache Haushalte vor einem Zwangsauszug bedroht sind. Damit das Wohnen für diese bezahlbar gestaltet werden könne, müsste die Voraussetzungen zum Erhalt der Mietzinsbeihilfen angepasst werden. Dies sei in der Praxis immer wieder zu beobachten.
Der Bauphysiker Bernhard Lipp legt dagegen viel Wert auf Bauen, welches insbesondere ressourceneffizient erfolgen kann. So sollen die Wohnkosten unter anderem durch eine boden- und naturschonenden Raumplanung und eine Senkung des Energieverbrauchs der erbauten Gebäude reduziert werden. Des Weiteren sei darauf zu achten, dass erneuerbare Energieträger und nach Möglichkeit ein nachhaltiges Wassermanagement eingeplant werden.


Tratter ist schon einen Schritt weiter: So sollen auch die Maßnahmen verbessert werden, die sich mit dem alten- und behindertengerechten Wohnen in Tirol auseinandersetzen. Dies sei vor allem daher sehr wichtig, da die Gesellschaft immer älter wird. Dabei hat Tratter den demographischen Wandel im Hinterkopf: Die Menschen werden immer älter, weshalb auch für passende Unterkünfte in naher Zukunft gesorgt werden sollen.

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