Ausgedampft: Shisha-Bars in Innsbruck geschlossen

Shisha-Bars liegen bei jungen Leuten derzeit voll im Trend. In fast jeder Stadt gibt es mittlerweile eine Shisha-Bar. Allein in Deutschland gibt es derzeit schätzungsweise 6000 davon – und der Hype ist noch lange nicht vorbei. Auch in anderen europäischen Ländern geht der Trend ähnlich steil nach oben.

Nur in Österreich ist der Hype um die Shisha-Bars längst in Rauch aufgegangen. Denn seit dem neuen Nichtraucherschutzgesetz, das seit November 2019 in Kraft ist, sind die meisten der rund 500 Shisha-Bars im Land bereits geschlossen. Auch die beliebten Innsbrucker Lokale „Prime“ und „Zwanzigzwoelf“ hat es hart getroffen. Gibt es noch eine Zukunft?

Gibt es noch eine Zukunft für die Shisha-Bars in Innsbruck? | Pixabay

Rauchverbot in der Gastronomie seit 1. November 2019

Seit 1. November 2019 ist Österreichs Gastronomie rauchfrei. Nach längerem hin und her hat die Bundesregierung nun endlich entschieden, das Rauchverbot konsequent und ausnahmslos durchzusetzen. Das Rauchen ist demnach „sowohl in den Gasträumen, als auch in allen anderen, den Gästen zur Verfügung stehenden Bereichen verboten. Erlaubt bleibt es lediglich auf Freiflächen.“ Laut dem aktuellen Nichtraucherschutz gelten die gesetzlichen Rauchverbote dabei „für Tabakerzeugnisse, als auch für verwandte Erzeugnisse, wie elektronische Zigaretten, pflanzliche Raucherzeugnisse und neuartige Tabakerzeugnisse (beispielsweise sogenannte „Tabakerhitzer“) und für Wasserpfeifen!“.

Ausgedampft: Innsbrucker Shisha-Bars sind geschlossen

In der Praxis hat das neue Gesetz dazu geführt, das die Shisha-Bars in Innsbruck nun vorübergehend Ihre Türen schließen mussten. Darunter auch die beliebten Shisha-Lokale „Prime“ in der Leopoldstraße und die „Zwanzigzwoelf Shishabar“ in Mariahilf. Trotz landesweiter Proteste und Demonstrationen seitens der Barbetreiber, die eine Sonderregelung im Tabakgesetz und den Erhalt ihrer Jobs forderten, hat sich an der Situation bislang nichts geändert. Die Shisha-Bars in Innsbruck bleiben vorerst geschlossen.

Shisha rauchen in Innsbruck - war's das jetzt?

Jein! Das Rauchverbot bezieht sich explizit nicht auf die Freiflächen eines Betriebes. Dazu zählen beispielsweise Terrassen, Gastgärten, Schanigärten, Hof- bzw. Gartenflächen, Pavillons, Parkplätze, Zugänge/Zufahrten und ähnliches. Das bedeutet, dass das Rauchen in einer Shisha-Bar auch weiterhin erlaubt sein wird, jedoch nur noch draußen auf den Freiflächen. Das Problem ist jedoch, das nicht alle Shisha-Bars über solche Freiflächen verfügen.

Dementsprechend sind viele Barbetreiber derzeit gezwungen, entweder komplett zu schließen, ein neues Konzept zu finden oder in ein neues Ladenlokal mit Außenbereich umzuziehen.

Die glücklichen Bars mit Terrasse sind jetzt gefordert, ihr Lokal entsprechend umzugestalten und nach kreativen Lösungen zu suchen. Vor allem die langen und kalten Wintermonate werden dabei wahrscheinlich eine Hausforderung sein. Vermutlich wird man seine orientalische Wasserpfeife dann mit Heizpilzen, Lammfellen und Decken genießen müssen – genau wie bei den Glühweinständen.

Abwarten und Shisha dampfen

Bis sich die Barbetreiber an die neue Gesetzeslage angepasst und eine passende Lösung gefunden haben, bleibt den Shisha-Fans in Innsbruck wohl nichts anderes übrig, als ihre Shisha vorerst auf dem eigenen Balkon oder draußen in der Natur zu genießen. Das passende Equipment wie Wasserpfeifen, Shisha-Tabak, Kohle und Co. kann entweder direkt in Innsbruck gekauft oder bequem im Internet bestellt werden.