Freitag, Februar 23, 2024
Garten

Gartenteich selber anlegen – das Paradies im eigenen Garten

Mittels Gartenteichs den Garten in ein echtes Paradies verwandeln? Klingt schön, doch oft schrecken die Gedanken an das viele Schaufeln ab. Die rückenfreundliche Lösung? Einfach für einen Tag einen Bagger mieten. Ein solcher Gartenteich ist nicht nur ein idyllisches Highlight, er bietet auch ein neues Zuhause für zahlreiche Tierarten.

Wie aber beginnt man dieses spannende Projekt? Mit der richtigen Ausrüstung und einem guten Plan. Dank dem passenden Baumaschinenverleih ist es heute leichter denn je, sich diesen Traum zu erfüllen.

Gartenteich
Ein Gartenteich ist nicht nur ein idyllisches Highlight, er bietet auch ein neues Zuhause für zahlreiche Tierarten | Bild: Unsplash

Die richtige Position und Vorbereitung

Zuerst muss der ideale Standort für das Projekt gefunden werden. Ein Gartenteich blüht in der Sonne auf, denn etwa 8 Stunden Sonnenlicht sind daher ideal. Vordergründig ist dies wichtig, wenn wir nützliche Teichpflanzen wie Wasserlilien pflanzen möchten. Überdies ist bei der Wahl des Standortes zu bedenken, dass der Teich nicht in unmittelbarer Nähe von Laubbäumen ausgehoben wird. Warum? Weil sie im Herbst den Teich sonst ggf. mit Blättern füllen könnten.

Umriss und Planung

Bevor du mit dem Ausheben beginnst, solltest du dir genau überlegen, welche Tiefe, Form und Größe dein Teich haben soll. Die richtige Teichtiefe hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Klimas und den gewünschten tierischen Bewohnern des Teichs. In gemäßigten Klimazonen wie Österreich, Deutschland und der Schweiz wird meist eine Mindesttiefe von 80 cm bis 1 m empfohlen. Diese Tiefe ist notwendig, damit der Teich im Winter nicht durchfriert – und auch Fische mögen es, wenn es nicht ganz so seicht ist.

Umriss des Teichs festlegen

Hast du bereits eine Vision der Teichform – dann stecke den Umriss deines Teichs mit Holzpflöcken ab – oder zeichne ihn mit Sand nach. Diese Vorarbeit ist notwendig, um ein klares Bild der Maße zu bekommen und potenzielle Hindernisse bzw. Problemzonen im Garten frühzeitig ausfindig zu machen. Dieser Schritt, sollte wirklich sorgfältig durchgeführt werden, denn nur so können spätere Korrekturen vermieden werden.

Den Teich ausheben

Beim Ausheben ist es wichtig, sich an die verschiedenen Tiefenstufen zu halten, die vorher in der Planung genau festgelegt wurden. Dabei sollte man nicht vergessen: unterschiedliche Tiefenstufen bieten verschiedene Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Wer also Biodiversität in seinem Teich schätzt, der sollte sich diese Vorgehensweise zu Herzen nehmen.

Die Basis legen – Schutzvlies und Teichfolie

Bevor du den Teich mit Wasser füllst, ist die korrekte Vorbereitung des Bodens unbedingt notwendig! Daher zuerst ein Schutzvlies auslegen, das die gleich darauffolgende Teichfolie vor spitzen Steinen oder Wurzeln schützt. Bei deren Verlegung sollte sie mindestens 30-40 cm über den Rand des Teichs hinausragen, um später ausreichend Spielraum für Anpassungen zu haben und sie sicher im Boden verankern zu können.

Am besten beginnst du in der Mitte des Teichs und arbeitest dich nach außen vor, um Faltenbildung zu vermeiden. Der überstehende Teil der Folie wird später im Boden verankert. Das heißt, dass der Rand mit Erdmaterial, Steinen oder Kies bedeckt werden muss. Somit hält die Teichfolie und verrutscht nicht. Tipp – Verlege die Folie an einem sonnigen Tag, da sie dann elastischer und somit leichter zu handhaben ist.

Bepflanzung des Teichs

Professionelle Teichbauer setzen oft zuerst das Wasser und danach die Pflanzen, um diesen ein bereits akklimatisiertes Umfeld zu bieten. Für Hobbygärtner ist jedoch die Bepflanzung vor dem Befüllen zu empfehlen, da die Handhabung einfacher ist und weniger Ausrüstung erfordert. Es erleichtert vor allem das Setzen der Pflanzen in die richtigen Tiefenzonen und gewährleistet einen unkomplizierten Einstieg in die Teichpflege.

Für die Wasserpflanzen im Teich empfiehlt es sich, spezielle Teicherde in den entsprechenden Pflanzenzonen zu verwenden. Wichtig – vermeide dabei normale Gartenerde, da sie den Teich trüben und einen Nährstoffüberschuss erzeugen würde, der das Algenwachstum fördert und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere beeinträchtigt. Bei diesem Schritt ist sinnvoll, Teicherde nur an den Stellen zu verteilen, wo du Pflanzen setzen möchtest – der Rest wird nur mit Steinen und Kies bedeckt.

Nutze spezielle Teichpflanztöpfe oder Platzkörbe, die du mit Teicherde vorbereiteten Zonen positionierst. In tieferen Bereichen können Pflanzen mithilfe von Teichstechern oder durch Beschweren mit Steinen gesetzt werden. Wichtig ist, die Pflanzen entsprechend ihren Bedürfnissen, wie Wassertiefe und Lichtansprüche, zu wählen. Stets sollte die Gesundheit der Pflanzen im Fokus stehen, da sie eine essenzielle Rolle im Teich-Ökosystem spielen.

Befüllen des Teichs

Nachdem die Pflanzen in Position sind, geht es an das Befüllen des Teichs. Mit einem Gartenschlauch – oder bei größeren Teichen mithilfe einer Pumpe, wird der Teich mit Wasser befüllt. Achte darauf, den Wasserstrahl nicht direkt auf die Teichfolie zu richten, um den darunterliegenden Untergrund nicht zu erodieren. Während des Befüllens sicherstellen, dass die Folie nicht verrutscht und sich keine Luftblasen bilden. Nachdem der Teich vollständig befüllt ist, gebe ihm einige Tage Zeit, um sich zu akklimatisieren.

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