Sonntag, Mai 26, 2024
Unterhaltung

Highlights der Casinogeschichte in Österreich

Das Glücksspiel erfreut sich in Österreich schon lange großer Beliebtheit. Entsprechend sind auch Casinos dort schon seit langer Zeit zu finden. Schon im 17. Jahrhundert wurde dort begeistert gespielt. In diesem Artikel werden wir einen kleinen Streifzug durch die Geschichte des Glücksspiels und der Casinos in Österreich machen. Auch auf die neueren Entwicklungen werden wir eingehen, denn wie auch in anderen Ländern haben die aufkommenden Internet Spielotheken für einige Veränderungen gesorgt. Die Zukunft wird daher sicherlich auch spannend bleiben.

Casino Innsbruck

Die Anfänge

Um auf die Anfänge des Glücksspiels in Österreich zu schauen, müssen wir in die Zeit Maria Theresias zurückreisen. Damals wurde das offizielle Glücksspiel gegründet, indem Kaiserin Maria Theresia das Lottopatent einführte. Dieses sogenannte Lotto di Genova ist mit dem Zahlenlotto vergleichbar. Diese Einführung im Jahr 1781 begründete auch das Monopol des Staates bezüglich des Glücksspiels in Österreich, was noch heute herrscht und erklärt, warum mit einem Online Live Casino Österreich bisher noch Probleme hat und darauf besteht, dass das Online Glücksspiel nur einem Lotterieanbieter in Österreich exklusiv vorbehalten ist.

Gründung von Casinos Austria

Typisch für Österreich ist die Differenzierung zwischen dem sogenannten kleinen und großen Glücksspiel. Mit dem großen Glücksspiel sind die Games gemeint, bei denen es um größere Beträge geht. Diese dürfen nur von staatlich lizenzierten Anbietern betrieben werden. Dabei handelt es sich um die Casinos Austria AG, die der einzige Betreiber der zwölf österreichischen Casinos ist. Anfang 1934 wurden am Semmering, in Baden sowie in Kitzbühel, die ersten Casinos eröffnet.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden alle Spielhallen bis auf das Casino Baden, das auch während der Kriegszeit geöffnet war, geschlossen. Die Casino AG wurde 1967 reformiert und als Österreichische Spielbanken AG neu gegründet. Der Generaldirektor war Leo Wallner. Der noch heute aktuelle Name Casinos Austria AG wurde Mitte der 1980er Jahre eingeführt.

Spielautomaten sorgten für mehr Spieler

Während die klassischen Casinos in erster Linie nur bestimmten Gesellschaftsschichten vorbehalten blieben, sorgte die Einführung der Spielautomaten dafür, dass mehr Spieler sich dem Glücksspiel widmen konnten. Als besonderes Highlight dürfte in diesem Zusammenhang der 13. März im Jahr 1979 zu nennen sein. Damals gab es eine Erneuerung des Glücksspielgesetzes, die es den Casinos Austria ermöglichte, Spielautomaten in den Casinos aufzustellen. Im berühmten Casino Baden wurden damals die ersten Slots aufgestellt. Diese Spielhalle in der bekannten Kurstadt zählt immer noch zu den beeindruckenden Casinos nicht nur in Österreich, sondern auch in Europa.

Jackpots sorgen für steigende Beliebtheit

Eine weitere besondere Neuerung war die Einführung der Jackpots, bei denen mehrere Automaten verbunden wurden, um so einen besonders großen Jackpot zu ermöglichen. Die Premiere dieser Super Jackpots fand 1983 statt. Eine Steigerung gab es dann 1987, als Casinos Austria sogar eine Weltneuheit vorstellen konnte. Damals wurde der Mega Austria Jackpot eingeführt, bei dem es landesweit mehrere Spielautomaten gab. Dies ermöglichte einen besonders großen Gewinn. Den Mega Austria Jackpot gab es zwanzig Jahre, in denen sich über hundert Spieler über riesige Gewinne freuen konnten, die in Millionenhöhe ausgeschüttet wurden.

1997 gab es eine Rekordsumme von über 1,5 Millionen, die im Casino Graz gewonnen wurden. Nachfolgend wurde der Mega Million Jackpot angeboten, bei dem es Auszahlungen erst ab einer Million Euro gab. Seit 2019 gibt es diese Jackpots als Fort Knox Jackpots. In zwölf Casinos stehen 90 Spielautomaten, die für diesen Gewinn verbunden sind. Der Mindesteinsatz liegt bei 78 Cent.

Änderungen im Glücksspielgesetz

Im Jahr 2010 gab es eine Erneuerung des österreichischen Glücksspielgesetzes. Damals wurde eine Neuvergabe von Casinolizenzen festgelegt und 2012 fand dann die neue Ausschreibung für Genehmigungen in sechs Städten statt. Bemerkenswert ist, dass wieder alle Konzessionen an die Casinos Austria AG gingen. Mitbewerber wie die Novomatic AG hatten keine Chance bekommen. Somit war festgelegt worden, dass für die kommenden 15 Jahre alle zwölf Standorte weiterhin von Casinos Austria betrieben werden.

Der Siegeszug des Internets

Eine wesentliche Neuerung hat das Internet nicht nur dem Glücksspiel in Österreich, sondern weltweit gebracht. Die EU-weite Regulierung hat dafür gesorgt, dass es eine Grauzone gibt, die es ermöglicht, dass Spieler online zocken können. Für das staatliche Monopol, das die Casinos in Österreich schon lange haben, dürfte dies einige Änderungen mit sich bringen. Aktuell ist es aber noch so, dass das Online Glücksspiel in Österreich nur vom Lotterieanbieter win2day betrieben werden darf.

Dort gibt es auch Live Casino Games. Somit nutzen Internet Spielhallen und deren Kunden bisher noch die rechtliche Grauzone. Mit der Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrags in Deutschland ist aber zu vermuten, dass es auch in Österreich bald zu Änderungen kommen wird. Das Monopol, das Casinos Austria lange hatte, wird sicherlich nicht mehr lange Bestand haben können. Auf jeden Fall können sich österreichische Spieler auch heute schon in einem Online Casino mit europäischer Lizenz registrieren und dort spielen.