Ernährung: Neues Gesundheitsbewusstsein führt zu reduziertem Fleischkonsum der Deutschen

Gesunde Ernährung
91 Prozent aller Deutschen achten einer Umfrage zu Folge beim Essen auf eine gesunde Ernährung | Credit: Pixabay

91 Prozent aller Deutschen achten einer Umfrage zu Folge beim Essen auf eine gesunde Ernährung. Im Ernährungsreport 2018 zeichnet sich dieses neue Ernährungsbewusstsein in Form von rückläufigem Fleischkonsum ab. Obwohl der Geschmack bei der Wahl der Gerichte noch immer den Ton angibt, wird offenbar bewusster eingekauft.

Nur 30 Prozent der Deutschen greifen beim Einkauf noch immer täglich zu Fleisch und Wurstwaren. Annähernd doppelt so viele achten hinsichtlich des täglichen Speiseplans auf die Versorgung mit Obst und Gemüse. So besagt es zumindest der aktuelle Ernährungsreport, eine Initiative des Instituts Forsa im Auftrag der BMEL, die deutschen Essgewohnheiten regelmäßig durch exemplarische Umfragen untersucht.

Die aktuelle Erhebung ist eine von drei Analysen, die das Institut in den vergangenen Jahren durchgeführt hat. Vergleichsdaten aus dem Jahr 2016 belegen, dass sich der Fleischkonsum unter Deutschen stetig reduziert und in der jüngeren Vergangenheit zumindest um vier Prozentpunkte gesunken ist. Neben der Versorgung mit Obst und Gemüse nimmt auch der Tagesverbrauch von Milchprodukten zu – so vor allem unter Frauen.

Steigende Ansprüche an Lebensmittel

Laut Forsa-Report studiert mehr als die Hälfte aller Deutschen beim Lebensmitteleinkauf mittlerweile das Kleingedruckte. Der Anspruch an Qualitäten wie regionale Herkunft und Inhaltsstoffzusammensetzung steigt, obwohl gerade einmal ein Drittel der befragten Menschen täglich selbstgekochte Gerichte zubereitet. Zumindest 38 Prozent kochen an mehreren Tagen der Woche, wobei über 70 Prozent eigentlich gerne in der Küche stehen. Experten halten Zeitdruck und Stress für die wichtigsten Hindernisse. Für mehr Kochlust in deutschen Haushalten könnten in Zukunft Rezeptideen für gesunde, einfach zuzubereitende Gerichte sorgen.





Trotz des steigenden Marktangebots an vegan und vegetarisch ausgerichteten Produkten gehen aus dem Ernährungsreport keine dahingehenden Tendenzen hervor. Trotzdem belegt die exemplarische Stichprobe zumindest, dass sich Deutsche beim Einkauf ihrer Lebensmittel um die Art und Weise der Nutztierhaltung Gedanken machen. Für Fleisch, das nicht aus Massentierhaltung stammt, geben sie gerne einige Euro mehr aus. Trotzdem geben noch immer über 60 Prozent den Preis als eines ihrer wichtigsten Kaufkriterien an.

Neue Tendenz der Nachhaltigkeit

Wie die BMEL nach den aktuellen Erhebungen zusammenfasst, steigt das Ernährungsbewusstsein der Deutschen in mehrerlei Hinsicht. Neben steigenden Ansprüchen an das Tierwohl und die Inhaltsstoffzusammensetzung legt der Bericht die zunehmende Relevanz des Nachhaltigkeitsgedankens nahe. So meint mehr als die Hälfte aller Befragten, Lebensmittelreste so gut wie möglich zu nutzen. Die BMEL hatte zuvor im Rahmen der Initiative Zu gut für die Tonne über Lebensmittelverschwendung aufgeklärt und hält den aktuellen Trend für eine Folge der Aufklärungsarbeit. Für die Zukunft fordern die Verantwortlichen des Forsa-Reports schulische Aufklärungsarbeit, um die positiven Tendenzen im Hinblick auf das deutsche Ernährungs- und Nahrungsmittelbewusstsein zu unterstützen.

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