Der Berg ruft? Samen und andere Superfoods sorgen für mehr Energie

Bergwanderungen sind schön, aber auch sehr anstrengend. Für die nötige Power ist ein kleiner Vorrat an Superfoods ideal | Bild: Unsplash

Bergwanderungen sind schön, aber auch anstrengend. Wer den ganzen Tag unterwegs ist, verbrennt dabei bis zu 4000 Kalorien – rund doppelt so viele wie bei einer sitzenden Tätigkeit. Kein Wunder, dass eine zünftige Brotzeit dabei unverzichtbar ist. In vielen Wanderrucksäcken finden sich Butterbrot, gekochte Eier und etwas Obst, sodass für eine gute Mahlzeit am Gipfel gesorgt ist.

Aber oft ist das nicht genug. Denn der Magen meldet sich schon während des Aufstiegs mit einem Knurren zu Wort, oder auf dem Rückweg geht plötzlich die Kraft aus. Es lohnt sich daher, einen kleinen Notvorrat an Superfoods anzulegen. Diese Snacks passen gut in den Rucksack und liefern dem Körper nicht nur zusätzliche Energie. Sie enthalten außerdem Mineralien, Vitamine und viele gesunde Pflanzenstoffe. 

Hanfsamen 

Die Samen der Hanfpflanze sind eine echte Eiweißbombe: Mit einem Proteinanteil von rund 20 Prozent können sie durchaus mit tierischen Lebensmitteln wie Fleisch oder Käse mithalten. Außerdem bestehen sie zu rund 30 Prozent aus Fett und haben damit einen hohen Energiegehalt. Ballaststoffe sorgen zusätzlich für ein gutes Sättigungsgefühl. Kurzum: Hanfsamen sind der ideale Snack auf einer Wanderung. Es müssen übrigens keine teuren Hanfsamen aus dem Internet sein, die irgendwelche besonderen Züchtungsmerkmale aufweisen. Merkmale wie Autoflowering oder Feminisierung brauchen nur Cannabiszüchter zu interessieren. Zum Essen eignet sich die günstige Ware aus dem Supermarkt viel besser. 

Dunkle Schokolade 

Früher galt Schokolade als Dickmacher, aber heute ist klar: Das gilt nur, wenn zu viel davon verzehrt wird. Eine Tafel Schokolade ist in der Seitentasche des Wanderrucksacks stets griffbereit und liefert je nach Sorte eine gute Mischung von Fett und Kohlenhydraten. Dunkle Schokolade enthält darüber hinaus viele Mineralstoffe wie Magnesium, Kupfer oder Eisen. Sie eignet sich daher hervorragend, um den erhöhten Nährstoffbedarf bei einer anstrengenden Tour zu decken. Der Inhaltsstoff Theobromin hebt zusätzlich die Laune. Wer partout keine dunkle Schokolade mag, darf auf einer Wanderung auch guten Gewissens etwas mehr Milchschokolade naschen.  

Für ein wenig frische Kost für zwischendurch sorgen Heidelbeeren, die eine starke antioxidative Wirkung haben und gefäßschützend sein sollen | Bild: Unsplash

Studentenfutter 

Auch Studentenfutter enthält eine gute Kombination aus Nährstoffen. Mandeln und Nüsse liefern Fett und Eiweiß in größeren Mengen. Durch die Kohlenhydrate im Trockenobst wird daraus ein ausgewogener Snack. Als Superfood geht Studentenfutter in der Standardversion natürlich noch nicht ganz durch – wer möchte, kann sich aber auch seine eigene Variante zusammenstellen. Für zusätzliche Antioxidantien sorgen Walnüsse und Paranüsse liefern eine Extraportion Selen. Cranberrys oder Gojibeeren können ebenfalls beigemischt werden und enthalten wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe – fertig ist das Superfood. 

Heidelbeeren 

Für ein wenig frische Kost für zwischendurch sorgen Heidelbeeren. Ihre typische Farbe verdanken sie den Anthocyanen, die eine starke antioxidative Wirkung haben und gefäßschützend sein sollen. Zudem enthalten Heidelbeeren die Vitamine C und E in größeren Mengen und tragen zur Versorgung mit Mineralstoffen bei. Satt machen sie allerdings nicht, denn die Energiedichte von Heidelbeeren ist gering. Trotzdem gelten sie nicht umsonst als Superfood und haben ihren Platz im Wanderrucksack redlich verdient. 

Wer diese Superfoods beim nächsten Ausflug im Gepäck hat, braucht sich um eine gute Verpflegung keine Sorgen zu machen. Sie machen satt, liefern Energie und enthalten alle nötigen Vitamine und Mineralstoffe. Der Freude am Wandern steht damit nichts mehr im Weg.