Dienstag, Mai 21, 2024
Beruf & Karriere

Positiv auffallen bei der Bewerbung

Unter der Vielzahl der Bewerbungen möchte man der eine Bewerber sein, der mit seiner Bewerbung auf eine Anzeige in Stellenangebote in Kärnten positiv heraussticht. Mit einer Null-Acht-Fünfzehn-Bewerbung wird einem das sicherlich nicht gelingen. Genauso wenig kommen Übertreibungen bei potenziellen Arbeitgebern an. Wie genau sollte eine Bewerbung aussehen, damit man in die engere Wahl kommt?

Bild: Pixabay / geralt

Was sollte eine Bewerbung beinhalten?

Es ist essenziell, dass die Unterlagen aussagekräftig, frei von Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehlern sind und das Layout optisch ansprechend gestaltet ist. Oftmals enthalten Stellenangebote viele Anforderungen an den Bewerber: praktische Kenntnisse, schulische Leistungen, persönliche Eigenschaften. 

Hierbei ist es wichtig, genau zu erfassen, welche Anforderungen man definitiv erfüllen muss und welche nicht unbedingt gefordert sind. Man unterscheidet hier in:

  • Muss-Anforderungen
  • Kann-Anforderungen

Muss-Anforderungen

Diese muss der Bewerber unbedingt mitbringen, um für ein Unternehmen infrage zu kommen. Darunter zählen beispielsweise Schulabschluss und fachliche Kompetenzen. Muss-Anforderungen erkennt man an Formulierungen wie:

  • „…wird erwartet…“
  • „Erforderlich sind…“
  • „…wird vorausgesetzt…“
  • „Sie bringen mit…“
  • „Gesucht werden Bewerber mit…“

Kann-Anforderungen 

Das sind Kriterien, die das Unternehmen zwar als wünschenswert erachtet, die der Bewerber jedoch nicht zwingenderweise mitbringen muss. Auch diese kann man an der Art der Formulierung in der Stellenausschreibung erkennen:

  • „Idealerweise…”
  • “…..wünschenswert.”
  • “Bevorzugt werden Bewerber…..
  • “…..wären von Vorteil.”
  • “….. gerne auch Erfahrungen mit ……”
  • “Wenn Sie zusätzlich noch…. mitbringen…”

Richtig bewerben mit diesen Tipps und Trends

Bewerbungstrends verändern sich im Zuge der technischen Weiterentwicklung und einhergehend mit sich ändernden Lebensumständen stetig. Für das Jahr 2022 lassen sich einige Trends ausmachen, um die Bewerber wissen sollten: 

  • Soziale Netzwerke
  • Recruitainment
  • Bewerbungsvideos
  • Bewerbung “To-Go”
  • Künstliche Intelligenz
  • Weder An- noch Motivationsschreiben

Soziale Netzwerke

Auf dem verdeckten Stellenmarkt sind die richtigen Kontakte schon seit jeher wichtig, wenn es um einen Jobwechsel oder die Karriere geht. Inzwischen nutzen auch Personaler und Headhunter gezielt berufliche Netzwerke wie LinkedIn oder XING, um geeignete Kandidaten zu finden. Für Bewerber bedeutet dies, auf solchen Plattformen präsent zu sein, sich ansprechend und professionell zu präsentieren. 

Recruitainment

Die Einreichung der Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgespräche selbst Assessment Centers finden virtuell statt. Daraus resultiert, dass Bewerbungsprozesse zunehmend so gestaltet werden, dass sie Unterhaltungswert haben. Wie bei Computerspielen gilt es zum Beispiel Aufgaben zu lösen oder kreativ zu werden. 

Bewerbungsvideos

Da dieser Trend erst im Kommen ist, kann man sich mit einem Bewerbungsvideo zurzeit noch aus der Menge hervorheben. Die meisten Personaler schätzen daran, dass sie zum einen nicht lange irgendwelche Schreiben lesen müssen und zum anderen auf diese Weise einen ersten Eindruck von dem Bewerber bekommen. Geschickt und professionell in Szene gesetzt hat man die Möglichkeit, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. 

Bewerbung “To-Go”

Immer häufiger besteht die Option, sich mit einem einfachen Klick über eine App oder andere mobile Lösungen zu  bewerben. Damit folgen die Recruiter dem Bedürfnis der Jobsuchenden, die Bewerbung so simpel wie möglich zu halten.

Künstliche Intelligenz

Auch im Bewerbungsprozess hat die Künstliche Intelligenz Einzug gehalten. Aufgrund der Pandemie konnten oftmals keine persönlichen Vorstellungsgespräche stattfinden. Personaler nutzen daher vermehrt Künstliche Intelligenz, um Bewerbungen zu sichten oder auch Bewerbungsgespräche zu führen. Zwar ersetzt sie noch nicht vollständig das Bewerbungsgespräch, sie wird jedoch eingesetzt, um beispielsweise eine Vorauswahl der Bewerber zu treffen. 

Weder An- noch Motivationsschreiben

Kein Wunder, dass hinsichtlich der neuen Bewerbungstrends das Motivationsschreiben schon seit einiger Zeit nicht mehr gefragt ist. Auch das Anschreiben wird immer seltener gefordert, denn die Bewerbung soll so kompakt wie möglich sein. 

Fazit – In Bewerbungen positiv hervorstechen

Der Bewerbungsprozess wird zunehmend medialer, bunter, schneller und Unterhaltungs-orientierter. Wer hier früh Trends erkennt oder gar zum Trendsetter wird, hat Chancen, sich von der Masse abzuheben und Recruiter auf sich aufmerksam zu machen.